ADAC GT Masters Piloten geben in der Interserie Gas
Motorsport zum Anfassen und Mitfiebern, unter diesem Motto stand der 2.Lauf zur AvD Sprint Challenge auf dem kürzlich neu eröffneten Red Bull Ring in Spielberg. Bevor Anfang Juni die DTM in die Steiermark reißt, wurde auf Österreichs neuester Rennstrecke der Asphalt gründlich vorgewärmt. Zehn Rennen in verschiedensten Klassen, von der Formel Lista über den Austria Formel 3 Cup bis hin zur Interserie. Die Fans bekamen an zwei Tagen große motorsportliche Vielfalt geboten.
Die Interserie ist Deutschlands älteste Rundstreckenserie, doch zum alten Eisen gehört sie noch lange nicht. Sie bot auf dem Red Bull Ring die spektakulärsten Boliden auf. Allen voran Andreas Zuber vom Team Zele, der mit seinem GP2 am Sonntag für mächtig Furore sorgte und klar die schnellsten Rundenzeiten in den Asphalt brannte. Gegen sein 630 PS-Geschoss war kein Kraut gewachsen. Lautstark bemerkbar machte sich ebenfalls Ex-Champion Peter Milavec mit seinem Lola Cosworth. Mit fast 600 PS und dem infernalischen Formel 1-Sound brachte der Bleiburger die Fans zum Schwärmen. Interserie-Neuling Bernd Herndlhofer stand den Konkurrenten in der Division 1 der großen Formel-Boliden in keinster Weise nach. Der aktuelle ATS Formel 3 Pilot hatte seinen Dallara Nissan jederzeit im Griff und kletterte gleich zweimal auf´s Stockerl. Übrigens kommen Andreas Zuber und Bernd Herndlhofer aus dem ADAC GT Masters. Herndlhofer fuhr 2010 für das Team Rosberg im Audi R8 LMS. Andreas Zuber ist in diesem Jahr in Deutschland´s hochkarätigster GT-Meisterschaft für HEICO MOTORSPORT aktiv und pilotiert einen Mercedes-Benz SLS AMG GT3. Nicht zum Zug kam Titelverteidiger Peter Randlshofer, der nach seinem Abflug beim BOSS GP-Lauf in Hockenheim immer noch über Beschwerden im Brustbereich klagt. Gut in Form fühlte sich Norbert Gruber, der am Samstag mit Platz drei im Dallara Nissan ein respektables Ergebnis einfuhr.
In der Division 2 der formelfreien 2,0 Liter Fahrzeuge machten zwei Neulinge in Österreich auf sich aufmerksam. Thomas Jung aus der Slowakei siegte am Sonntag mit seinem Formel 3 Dallara Opel. Tags zu vor hatte Jakob Smiechowski mit einem brandneuen 2011´er Formel Renault aus der NEC für Aufsehen gesorgt und kletterte ganz nach oben auf´s Podest. Titelverteidiger Hartmut Bertsch sicherte sich ebenfalls Punkte im Meisterschaftskampf. Diese verbuchte auch sein Konkurrent Thomas Fleischmann. Nach einem Ausrutscher am Samstag kam Peter Grasser beim Heimspiel am Sonntag zu Podestehren. Gut aufgelegt war Manfred Kuhn in seinem Reynard BMW. Nach anfänglichen technischen Problemen bekam der Berliner Formel-Routinier das Auto immer besser in den Griff. Dies galt ebenfalls für Dr. Ulrich Drechsler im Formel Renault, für den der neue Red Bull Ring Neuland bedeutete. Bei den Sportwagen siegte Dr. Norbert Groer. Er verwies in seinem PRC-Honda Marcel Berndt zweimal auf Rang zwei. Lars Erichson schaffte im neuen Saker Subaru am Sonntag Rang drei, nachdem der Potsdamer am Samstag in Runde vier die Segel streichen musste.
Rolf Schindler
(Interserie/Austria Formel 3 Cup)


