AvD Interserie / Eurospeedway / 2011

Die Interserie präsentierte sich aus sportlicher Sicht mit einem phantastischen Starterfeld in der Lausitz. Mit insgesamt fünf hubraumstarken Formelboliden die von Peter Milavec...

Milavec schneller als die DTM

Die Interserie präsentierte sich aus sportlicher Sicht mit einem phantastischen Starterfeld in der Lausitz. Mit insgesamt fünf hubraumstarken Formelboliden die von Peter Milavec angeführt wurden, war die Division 1 recht gut besetzt. Schade das Arnold Wagner mit seinem F1-Arrows auf Grund eines Motorschadens kurzfristig absagen musste. Um so mehr waren die Fans von Peter Milavec im GP2 mit Renault V8-Motor überrascht, der seinen über 630 PS starken Boliden so richtig die Sporen gab und in Lauf zwei mit einer 1: 15,835 min deutlich unter der Zeit der DTM blieb. Karl-Heinz Becker konnte erwartungsgemäß über die Distanz mit seinem 3,0 Liter Dallara Nissan dem Bleiburger nicht folgen. Der Steinhagener hatte sichtlich Spaß und legte sich zunächst mit Peter Randlshofer im Schwesterauto an. Der bereits feststehende Interserie-Meister kletterte hinter den Favoriten zweimal mit Platz drei auf´s Treppchen. Respektabel schnitt Thomas Eismann im F3000-Lola Renault ab. Er wurde vierter in der Division 1. Technikpech verzeichnete Henry Büttner mit seinem F3000 Reynard Cosworth. In beiden Rennen spielte die Elektronik dem Leipziger einen Streich mit zwei Ausfällen. Florian Schnitzenbaumer setzte sich erwartungsgemäß in der Formel 3 Kategorie durch. Der derzeit im Austria Formel 3 Cup auf Platz zwei liegende Dallara-Opel Pilot überzeugte mit einem Doppelsieg vor Tomas Jung und Franz Wöss. Beim Organisator des Austria Formel 3 Cups hätte es noch besser laufen können. Durch einen Ausrutscher in Lauf 1 fand sich Wöss kurz neben der Strecke wieder und büßte Zeit ein. Tomas Jung hatte ebenfalls Technikprobleme und musste das Feld von hinten aufrollen.

Stark besetzt war die Klasse der Formel Renault. Das hier Jacub Smiechowski in beiden Rennen den Ton angeben würde zählte nicht zu den Überraschungen in der Lausitz. Der NEC-Pilot aus Polen brannte zwei fehlerfreie Rennen in den Kurs. Remy Kirchdörffer holte zweimal Rang zwei und freute sich über seine Leistung. Der anspruchsvoll zu fahrende DTM-Kurs verlangte von den Piloten mehr Konzentration. Hartmut Bertsch stand mit zwei dritten Plätzen ebenfalls zweimal auf dem Podest. Der Pilot von Conrad Racing Sport steuert in der Formel Renault-Klasse Richtung Meisterschaft. Mit Thomas Fleischmann, Ulrich Drechsler, Helmut Rokitta und Manfred Kuhn hatte sich eine Vierergruppe gebildet, die lange Zeit um die Positionen kämpfte. Besonders das Duell Drechsler gegen Rokitta war sehenswert, da sich beide in der Anfangsphase nichts schenkten. Matthias Stark, Helga Heinrich-Steudel und Andreas Germann feierten einen prima Einstand in der Interserie. Auch wenn es den Interserie-Neulingen nicht gelang, die Pace ihrer Konkurrenten mit gehen zu können.

Bei den Sportwagen teilten sich Peter Milavec (Pilbeam Honda) und Benjamin Hotz (Ligier Honda) die Laufsiege. Thomas Conrad (Conrad Renault) kletterte zweimal auf´s Podium und sicherte sich wertvolle Punkte im Kampf um die Meisterschaft. Dahinter setzte sich im Fight um die weiteren Ränge der Niederländer Rudolf Meijer im Saker Subaru durch. Er verwies jeweils Oliver Freymuth (Spider Peugeot) und Lars Erichson (Saker Subaru) auf die Plätze.

 
Rolf Schindler 05.10.2011
(Presse Interserie)

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