AvD Interserie / Hockenheim IV / 2011

Bei spätsommerlichen Temperaturen fand in Hockenheim das Finale der Interserie mit der Kür der Meister statt. Deutschlands älteste Rundstreckenserie präsentierte sich mit einem...

Kür der Meister

Bei spätsommerlichen Temperaturen fand in Hockenheim das Finale der Interserie mit der Kür der Meister statt. Deutschlands älteste Rundstreckenserie präsentierte sich mit einem ansehnlichen Feld, welches diesesmal den Zweiliterfahrzeugen vorbehalten war. Auf Grund der extremen Lautstärkebestimmungen blieben die Boliden der Division 1 zu Hause. Der Champion in dieser Klasse stand seit dem Augustwochenende im tschechischen Most fest. Peter Randlshofer siegte in der Endabrechnung mit seinem Dallara Nissan. Das Meisterteam aus Bayern brachte diese Saison drei Fahrzeuge an den Start. Mit Peter Randlshofer, Thomas Fleischmann und Thomas Eismann war man in der Division 1 und Division 2 bestens vertreten. Vize-Champion Peter Milavec setzte diese Saison mit dem Lola Cosworth, dem GP2 Dallara Renault und dem Panoz Champ Car und einem Pilbeam Honda in der Division 4 vier unterschiedliche Fahrzeuge ein. Rang drei holte in der Division 1 Thomas Eismann mit seinem Lola F 3000.

In Hockenheim errang der Slowake Thomas Jung den Titel bei den formelfreien Zweiliterrennwagen. Zwei dritte Plätze genügten dem Dallara Opel-Piloten zum Gewinn der Meisterschaft. Antonino Pellegrino gewann erwartungsgemäß beide Rennen mit seinem Formel Masters. Doch am Ende fehlten ihm Punkte. Der Italiener darf sich über die Vize-Meisterschaft in der Interserie freuen. Sebastian von Gartzen trumpfte mit seinem 2011´er Formel Renault in Hockenheim groß auf. In beiden Läufen gelang dem 18-jährigen Nachwuchstalent Platz zwei. Vater Jürgen von Gartzen war mit der Leistung zufrieden. “Wir bereiten uns auf die Einsätze in der NEC vor und haben das heute als Test gewertet“, so der frühere Porsche GT-Pilot.

In der Formel Renault-Klasse hat Hartmut Bertsch den Titel sicher stellen können. Mit den Plätzen zwei und drei zeigte sich Bertsch beim Heimspiel souverän. Remy Striebig siegte in Lauf 1 vor Gregory Striebig. Im zweiten Rennen konnte Bertsch in die Phalanx der Franzosen einbrechen und platzierte sich hinter Doppelsieger Remy Striebig.

Thomas Conrad stand bei den Sportwagen als Champion vor dem Finale in Hockenheim fest. Der Pilot von Conrad Racing Sport kletterte in beiden Rennen aufs Podest. Peter Milavec siegte zweimal und wurde mit seinem Pilbeam Honda auch in der Division 4 seiner Favoritenrolle im Badischen gerecht. Am Ende holte sich der Bleiburger bei den Sportwagen den Vize-Titel und sorgte zugleich für ein Novum in der Interserie. Noch nie ist es einen Piloten gelungen in zwei verschiedenen Divisionen in einer Saison so erfolgreich zu sein. Dr. Norbert Groer erzielte mit seinem PRC Honda ebenfalls zwei Podestränge. Mit den Plätzen zwei und drei zeigte er sich mehr als zufrieden.

Richtig Spaß am Fahren hatten nicht nur die Striebig´s aus Frankreich, die mit ihren Formel Renault wie erwähnt Pokale holten und einen Doppelstart absolvierten. Auch Landsmann Sylvain Warnecke kam mit seinem Formel 3 Dallara Opel reichlich zum Fahren. Der Franzose verpasste allerdings mit Platz vier das Podium.

 
Rolf Schindler 17.10.2011
(Presse Interserie)

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